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Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an. (Lk 11,46)

28 Woche im Jahreskreis Mittwoch Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 11, 42–46 In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse und geht am Recht und an der Liebe Gottes vorbei. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern!...

Tagesimpuls
Oct 14, 20263 min read

8 Woche im Jahreskreis Mittwoch

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 11, 42–46

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse und geht am Recht und an der Liebe Gottes vorbei. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.
Weh euch Pharisäern! Ihr liebt den Ehrenplatz in den Synagogen und wollt auf den Straßen und Plätzen gegrüßt werden.
Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.
Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, mit diesen Worten beleidigst du auch uns.
Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an.

Tagesimpuls

Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an. (Lk 11,46)

Was im Judentum die Gesetzeslehrer waren, sind in der heutigen Gesellschaft vielleicht die Moralprediger. Die gibt es viele. Man hört überall in der Politik und in der Öffentlichkeit Forderungen, was besser gemacht werden müsste und was alle Menschen befolgen sollten. Es ist leicht, zu fordern, wie man leben sollte. Eine andere Sache ist es, ob man selbst so lebt. Ich glaube, von moralischen Appellen wird die Welt nicht besser.

Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an.

Jesus erkennt das Innere des Menschen. Er weiß, dass die Welt nicht durch Moralpredigten und politische Reden oder durch Demonstrationen verbessert wird. Er weiß, dass die Menschen ihn brauchen, damit ihre Sünden weggenommen werden und sie sich wirklich von Innen her verändern können. Paulus bestätigt das, indem er sagt, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut geht. Es reicht nicht aus, sich etwas anzustrengen, um die Sünde zu überwinden. Wir brauchen Jesus, den Stärkeren, der das Böse zurückdrängt und uns wirklich zu besseren Menschen macht.

Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an.

Aber die Kirche verkündet auch Moral. Ist das falsch? Nein! Das Formulieren dessen, was gut ist, ist berechtigt. Aber es ist wie eine Landkarte, wenn man Auto fahren will. Wir brauchen aber zusätzlich ein Auto und Kraftstoff. Das kann die Landkarte nicht liefern. Wenn man aber das Auto und den Kraftstoff besitzt, dann ist die Landkarte sehr hilfreich. In meinem Bild ist Jesus das Auto und der Kraftstoff. Wenn wir Jesus wirklich im Herzen haben, dann ist es gut, wenn wir eine Landkarte haben für unser Leben, für unser Verhalten. Das sind die Gebote, das ist die Bergpredigt, das sind auch die von der Kirche formulierten moralischen Wegweisungen.

Gebet:

Jesus, wir brauchen dich. Ich brauche dich Tag und Nacht. Sobald ich dich verliere, wird der Böse stärker und ich bin in Gefahr, in Sünde zu fallen. Bitte hilf mir, dass ich mit dir verbunden bleibe.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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