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Nur eines ist notwendig. (Lk 10,42)

27 Woche im Jahreskreis Dienstag Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 10, 38–42 In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in...

Tagesimpuls
Oct 6, 20263 min read

7 Woche im Jahreskreis Dienstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 10, 38–42

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.

Tagesimpuls

Nur eines ist notwendig. (Lk 10,42)

Im griechischen Originaltext steht, Marta war abgelenkt, zerstreut. Gegenüber den vielen Ablenkungen betont Jesus das eine Notwendige, das Maria nicht genommen werden soll. Maria ist konzentriert. Marta dagegen ist zerstreut, ängstlich, beunruhigt. Und diese Unruhe will sie auf die anderen übertragen. Sie will Maria und Jesus aus ihrem Frieden bringen, aber Jesus lässt das nicht zu.

Nur eines ist notwendig.

Erkennen wir den Unterschied in uns? Ängstlich, zerstreut, beunruhigt, wenn der Friede verloren ist? Und dagegen der innere Friede, den wir finden, wenn wir Jesus gefunden haben? Immer wenn wir Jesus gefunden haben, dann sind wir in der Ruhe und nicht in der Arbeit. Aber was ist mit der vielen Arbeit, die auf uns wartet? Wir können doch nicht einfach alles liegen lassen.

Nur eines ist notwendig.

Für mich ist das eine tägliche Herausforderung. Ich müsste z.B. Mails beantworten. Ich müsste Aufgaben erledigen. Aber ich will es nicht tun, bevor ich gebetet habe. Ich will als erstes den inneren Frieden suchen. Und jeden Tag fühlt es sich so an, dass ich andere Dinge zu lange liegen lasse. Ehrlich gesagt finde ich keine Lösung. Am Ende meines Lebens wird es unvollendet sein. Ich werde nie an einen Punkt kommen, wo ich alles fertig habe. Aber ohne inneren Frieden, ohne Jesus, die Arbeiten zu erledigen, das kann nicht die Alternative sein.

Nur eines ist notwendig.

Es ist eine tägliche Übung im Vertrauen. Jeden Tag neu suche ich als erstes Jesus und schaffe am Abend nicht alles, was ich eigentlich tun müsste. Aber ohne Jesus würde es noch weniger gehen. Also vertraue ich, dass er mich führt und dass am Ende doch alles irgendwie rund wird.

Gebet:

Jesus, ich fühle mich überfordert mit den täglichen Aufgaben. Aber ich will dich deswegen nicht zurückstellen. Bitte hilf mir! Bitte schenke mir die richtige Erkenntnis, was ich tun soll und was ich lassen soll! Danke, dass du mir in allem immer wieder den inneren Frieden schenkst. Ich will nicht zerstreut sein wie Marta, sondern den Frieden finden wie Maria.

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

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