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Transport Fever 3 – Erste Eindrücke

Transport Fever ist eine Wirtschafts-Simulation, in der recht komplexe Warenlieferketten Passagierstrecken auf einer Weltkarte aufgebaut werden. Letzte Woche ist die Version 3 endlich erschienen und ich habe es direkt mal getestet. Hardware - ein Flaschenhals Direkt nach der Installation war klar: Meine Hardware am Spielerechner kommt an ihre Grenzen. Das Spiel startete im Vollbildmodus und...

Herr Tommi
Oct 8, 20265 min read

ransport Fever ist eine Wirtschafts-Simulation, in der recht komplexe Warenlieferketten Passagierstrecken auf einer Weltkarte aufgebaut werden. Letzte Woche ist die Version 3 endlich erschienen und ich habe es direkt mal getestet.

Hardware – ein Flaschenhals

Direkt nach der Installation war klar: Meine Hardware am Spielerechner kommt an ihre Grenzen. Das Spiel startete im Vollbildmodus und hatte die Grafikeinstellungen auf „Hoch“ gestellt. Im begonnenen Tutorial kam ich so auf Bildraten von 10 FPS, viel zu wenig für ein flüssiges Spiel. Der Rechner ist aber auch betagt, mit einem AMD Ryzen 7 Pro 2800X Prozessor, 16GB RAM und einer antiken Radeon RX 580 Grafikkarte.

Also erstmal ein wenig mit den Einstellungen rumgespielt. Ausführung im Fenster, nur eine kleine Karte auswählen, und dann die Grafikeinstellungen, wie auf dem Screenshot zu sehen sind:

So läuft das Spiel bisher flüssig, auch wenn so langsam Leben auf die Karte kommt. Trotzdem freue ich mich darauf, wenn Transport Fever 3 bald bei GForce Now erscheint. Dann kann ich endlich die geballte, schöne Optik geniessen.

Ein kurzer Gedanke, mir mal einen neuen, aktuellen Spiele-PC zu gönnen, war schnell vom Tisch. Die aktuellen Speicher- und Grafikkartenpreise lassen diesen Gedanken einfach nicht zu.

Nachdem die Grafikeinstellungen funktionierten, ging es dann an die ersten Probespiele. Erst einmal ein wenig ziellos rumspielen und testen, bis ich dann an meine erste richtige Karte gegangen bin, wo ich aktuell im Jahr 1923 stehe und noch viele Aufgaben vor mir habe.

Was hat sich denn gegenüber der Version 2 verändert?

Neuer Personenverkehr

Hier gibt es nicht so viele Neuerungen. Die wichtigste Änderung hat eher was mit den Industrien zu tun. Denn diese benötigen nun Arbeiter, um schneller zu produzieren. Also machen nun Bus- / Zugverbindungen zu Industrieanlagen Sinn. Der Rest funktioniert aber erstmal wie in Version 2.

Neue Industrie/Produktion

Im Bereich Industrie und Produktion gibt es die meisten Neuerungen zu bestaunen.

Es gibt viel mehr Produkte, als in Version 2. Beispiel Landwirtschaft: Bauernhöfe produzieren jetzt Getreide und Salat. Dazu gekommen sind dann noch Viehzuchtbetriebe, welche Fleisch und Wolle produzieren. Und das war jetzt nur das „einfache“ Beispiel Landwirtschaft. Es sind noch viel mehr Produktionsketten dazu gekommen.

Zu Beginn des Spiels sind übrigens nur wenige Industrieanlagen auf der Karte zu sehen, auch wenn die Dichte im Menü auf „Hoch“ gestellt wurde. Die meisten Industrien werden dynamisch im laufenden Spiel gegründet. So hat man zum Start Ölbohrinseln und an einem anderen Ort auf der Karte eine Ölraffinerie. Fängt man jetzt an, die Raffinerie mit Öl zu beliefern, werden kurz danach weitere Industrieanlagen eröffnet. Es kommt auf einmal eine Chemiefabrik, Färbereien usw. ins Spiel. Die dazugehörigen Meldungen und die daraus resultierenden Lieferketten können dann schnell überwältigend sein. Hier muss man sofort die Bremse ziehen und sich klar machen, man muss nicht alles sofort beliefern. Man kann gewisse Industriezweige auch komplett ignorieren, um ein erfolgreicher Manager zu sein. Es besteht sonst schnell die Gefahr, sich in den Details zu verheddern.

Sehr schön ist, dass an Industrien keine Haltestellen für Güter mehr benötigt werden. Die Industrieanlagen liefern diese jetzt mit und die LKWs und Busse können direkt auf die Anlagen fahren. Waren in den Städten werden nun an normalen Haltestellen abgeladen. Auch hier benötigt man keine Güter-Haltestellen mehr,

Bahnhöfe und andere Ladestellen können nun mit Spezialplattformen ausgestattet werden. Diese beschleunigen dann das Verladen, beispielsweise von Stück- oder Schüttgut.

Spezialplattform für Schüttgut

Subventionen zum Start

Neue Spiele beginnen übrigens immer mit 0 Geld auf dem Konto. Um welches zu bekommen, können Kredite aufgenommen werden oder man wartet auf Subventionen. Letztere werden von Städten oder Industrien vergeben und bringen ordentlich Geld in die Kasse. Als Ziel müssen Aufgaben in einer bestimmten Zeit erledigt werden. Personen von A nach B bringen, Waren in bestimmte Orte liefern oder Arbeiter zu Industrieanlagen. Aber Vorsicht: Schafft man die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit nicht, leidet der Ruf und es kostet ggf. empfindliche Strafzahlungen.

Trotzdem, diese Subventionen sind toll, um einen Einstieg zu bekommen. Neben dem Geld gibt es noch weitere Belohnungen wie einen verbesserten Ruf in den Städten oder doppelte Einnahmen auf Transportwegen.

Bedürfnisse der Städte

Bei den Städten hat sich auch einiges getan. Es gilt, viele Parameter im Auge zu halten, um für zufriedene Bürger und somit für das Wachstum der Städte zu sorgen. Der eigene Ruf, der Verkehr in der Stadt, Umweltbelastungen, Lärm, Versorgung mit Gütern – alles spielt eine Rolle. Wer es hier alles Städten auf der Karte recht machen will, hat sehr viele Aufgaben vor der Brust.

Neue Fahrzeugwartung

In Version 2 musste man bei jedem Fahrzeug noch die Wartung einstellen. Das entfällt in Version 3 komplett. Busse und Lkws werden nun automatisch gewartet, wenn sie sich im Einflussgebiet eines Depots für Straßenfahrzeuge aufhalten. Allerdings sind die Kapazitäten für die Wartung an den Depots begrenzt. Daher können zusätzliche Wartungsgebäude platziert werden. Das macht auch Sinn, wenn viele Lkws hauptsächlich Überland fahren und dort an keinen Depots vorbeikommen.

Viele neue Herausforderungen

Die ersten Eindrücke mit Transport Fever 3 versprechen viele neue Herausforderungen und eine Menge Spielspaß. TF2 habe ich zum Ende meist nur noch als digitale Modellbahn genutzt, um tolle Streckennetze aufzubauen. Mit TF3 ist der Reiz, möglichst effiziente Lieferketten aufzubauen, wieder neu entfacht worden.

Auch das Mikromanagement der Städte wird noch spannend werden. Aktuell ist unter anderem der Verkehr noch überschaubar. Das wird sich mit zunehmender Größe der Städte sicherlich noch ändern und zum Problem werden.

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