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Vergiftete, belastete, verdorbene und genmanipulierte Lebensmittel

Der Februar ist gerade mal 6 Tage alt, und schon gibt es im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel in diesen Monat bereits 14 Warnmeldungen – allein von den Deutschen Behörden (Stand…

Esse est percipi
Feb 6, 20072 min read1 read

er Februar ist gerade mal 6 Tage alt, und schon gibt es im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel in diesen Monat bereits 14 Warnmeldungen – allein von den Deutschen Behörden (Stand: 5.2.2007). Darunter so leckere wie z. B.

Verotoxinbildende E. coli (VTEC) in Weichkäse, hergestellt aus Rohmilch aus Belgien </p>

oder

Oxamyl-Höchstmengenüberschreitung in grünen langen (süßen) Paprika aus der Türkei</p>

oder

Isofenphos-methyl in süßen roten Gemüsepaprika aus Spanien via Frankreich</p>

oder

Nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes blockgefrorenes Rinder-Verarbeitungsfleisch aus Italien via Deutschland</p>

oder auch

Nicht zugelassener gentechnisch veränderter Parboiled Reis aus den Vereinigten Staaten</p>

Nachzulesen im täglich aktualisierten PDF Meldungen im Februar 2007.

Nett, aber nutzlos

Auf der einen Seite ist es anerkennenswert, dass es überhaupt so ein Schnellwarnsystem gibt und dass die Meldungen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel regelmäßig veröffentlicht werden.

Auf der anderen Seite ist die Veröffentlichung für den Verbraucher natürlich vollkommen nutzlos, um nicht sogar von einer Farce zu sprechen, wenn nicht gleichzeitig auch bekanntgegeben wird, wo und in welcher Form die belasteten bzw. beanstandeten Lebensmittel in den Handel gelangt sind.

So bleibt der Verbraucher nämlich vollkommen ahnungslos, ob sich von diesen gemeldeten Lebensmitteln nicht auch welche in seinem Kühl- oder Vorratsschrank befinden – er hat also im Fall der Fälle gar keine Chance adäquat, sprich mit Entsorgung zu reagieren.

Verbraucherinformationsgesetz muss her

Nach den endlosen Gammelfleisch- und Lebensmittelskandalen der letzten Jahre wird es höchste Zeit, nun endlich mal ein vernünftiges Verbraucherinformationsgesetz zu verabschieden.

Die derzeitige Bundesregierung lässt allerdings keinerlei Absichten in dieser Richtung erkennen – im Gegenteil: Die Gift-Grenzwerte bei Obst und Gemüse wurden erst kräftig erhöht – im Schnitt um das 33-fache, in Einzelfällen wie bei Tafeltrauben, Salaten, Kräutern oder Beeren sogar jeweils um das 500-fache! (Laut Greenpeace Einkaufsnetzwerk sendet das ZDF-Magazin Frontal 21 heute um 21 Uhr hierzu einen Beitrag mit weiteren Hintergründen und Reaktionen von Minister Seehofer.)

Ich jedenfalls werde keine Partei wählen, die nicht u. a. verspricht, bei Lebensmittelskandalen zukünftig Ross und Reiter zu benennen. Ich will nämlich endlich sicher gehen können, keine vergifteten, belasteten, verdorbenen oder genmanipulierten Lebensmittel gekauft zu haben.

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