Liebes Tagebuch (100)
Ich habe in den letzten Tagen gerade im Zusammenhang mit der SPD so oft wieder etwas von Rückradlosigkeit gelesen, dass ich etwas verzweifelt bin. Nicht wegen der zukünftigen 10-plus-x%-Partei SPD…
ch habe in den letzten Tagen gerade im Zusammenhang mit der SPD so oft wieder etwas von Rückradlosigkeit gelesen, dass ich etwas verzweifelt bin. Nicht wegen der zukünftigen 10-plus-x%-Partei SPD, sondern wegen der fortschreitenden Rechtschreibschwäche unserer Bevölkerung. Ich kann ja noch verstehen, dass jemand z.B. „aus dem Stehgreif“ schreibt (richtig ist: aus dem Stegreif) – aber was für eine Vorstellung von der Sache mag wohl jemand haben, der von rückradlos bzw. Rückradlosigkeit spricht? Dass man nach hinten umfällt, weil einem dort ein Rad abhanden gekommen ist? Und gibt es eigentlich auch vorderradlose Menschen?
Ich klinge ungern undankbar, aber glaubt irgendjemand ernsthaft, ich würde anonym zugeschicktes Müsli in einer Verpackung ohne jegliche Aufschrift wirklich essen? Und anschließend auch noch hocherfreut darüber bloggen?
Mitte der 90er zwei Pfeffermühlen von Tupperware gekauft und regelmäßig benutzt. Vor kurzem ging eine kaputt. Mich vage an eine ziemlich lange Garantiezeit erinnert. Bei Tupper angerufen: „Kein Problem, wir schicken eine Mitarbeiterin vorbei, Sie bekommen natürlich eine neue.“ Kurze Zeit später bekam ich eine funkelnagelneue Pfeffermühle. Ein verbessertes Modell. Frei Haus. Phänomenal. Und Grund genug, hocherfreut darüber zu bloggen.
Did you enjoy this article?
Recommend it — Standard Reader surfaces well-loved writing to more readers across the network.