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Wien – Petronell-Carnuntum – Wien

Im Allgemeinen gilt die "Krone" ja nicht gerade als das Hausblatt des österreichischen ökologischen Gewissens, aber für niedliche Viecherln hat man schon seit den Zeiten der Tier-Ecke und des "Wer-will-mich" einiges übrig. Und so ist es dem Blatt tatsächlich einen Artikel in der Online-Ausgabe wert, dass der WWF (dem Tiere tatsächlich ein Anliegen sind) davor...

Le Chat à Vélo
Sep 10, 20262 min read

m Allgemeinen gilt die “Krone” ja nicht gerade als das Hausblatt des österreichischen ökologischen Gewissens, aber für niedliche Viecherln hat man schon seit den Zeiten der Tier-Ecke und des “Wer-will-mich” einiges übrig. Und so ist es dem Blatt tatsächlich einen Artikel in der Online-Ausgabe wert, dass der WWF (dem Tiere tatsächlich ein Anliegen sind) davor warnt, dass mehrere Arten in der Lobau aussterben könnten. Dazu gehören Flussmuscheln, der Donau-Kammmolch, dem die Rechtschreibreform einen weiteren Kamm in Gestalt von gleich drei “m” im Namen verpasst hat, diverse Fischarten und eben die fotogene Sympathieträgerin, die Europäische Sumpfschildkröte (https://www.wwf.at/wwf-warnt-vor-artenverlust-in-der-unteren-lobau/). Bis auf eine Schildkröte und ein paar Muscheln haben wir von den gefährdeten Arten auf dem Fahrrad noch keine gesehen, aber das müssen wir ja auch nicht, die interessieren sich ja auch nicht für uns und uns reicht es zu wissen, dass wir gleichsam vor der Haustür einen einzigartigen Nationalpark haben, den man besser in Ruhe lässt.

Die Lobau, die Teil dieses Nationalparks ist, war diesen Sommer mehrfach wegen eines Brandes (obere Lobau) und ihres dramatischen Zustands (untere Lobau) in den Medien, sogar ein “Vom Leben der Natur” hat der Sender Ö1 ihr gewidmet (nur noch wenige Tage im Archiv unter https://oe1.orf.at/vomlebendernatur zu hören, also heisst es schnell sein). Aber auch ohne die mediale Berichterstattung fällt uns, die wir doch recht regelmässig am Donaudamm entlang unterwegs sind, auf: das Wasser wird immer weniger, vor allem bei Schönau werden die Trockenzeiten länger und heuer ist es so weit, dass sich auf dem Grund des derzeit vom Hauptstrom getrennten Altarms schon diverse Vegetation angesiedelt hat. Nur bei hohem Wasserstand kommt hier Wasser durch, das dann die ganze untere Lobau speist und hohen Wasserstand kennt man in diesem Sommer in Mitteleuropa nur noch aus Erzählungen.

Wir wollten uns den Stand heute, nach unserem Urlaub, mal wieder ansehen, auch weil das Wetter nicht besonders verheissungsvoll ausgesehen hat für eine Radtour. Ja, wir haben es gesehen und ja, wir sind dabei nass geworden, aber nein, das reicht noch lange nicht um dem vertrocknenden Auwald wieder ausreichend Wasser zu geben. Dazu bräuchte es mehr: kurzfristig viel mehr Regen, vor allem aber den politischen Willen das Problem mit der Trinkwasseraufbereitung und der Dotation der Lobau zu lösen.

Die Fotos

Die Strecke

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